Großer Dank an Wolfgang Meyer!
27.08.2026
„Um 10.53 Uhr bin ich auf Null!“ So sagte es die Zeiterfassung im Gemeindeflur laut Wolfgang Meyer am Dienstag. Dann waren die fünfzig Jahre komplett
Jetzt hat Wolfgang Meyer, gebürtig aus Essen aber gefühlt ewiger Schlänger, 50 Jahre lang gearbeitet. Die offizielle Verabschiedung mit Bürgermeister, Fachbereichsleitern, Personalabteilung und Betriebsrat war kurzweilig, voller Dankbarkeit aber auch mit etwas Wehmut. „Ich hab nie gedacht: Mist, ich muss zur Arbeit. Natürlich lief es auch mal nicht so rund- aber unterm Strich kann ich sagen: bei der Gemeinde hat es mir immer sehr gut gefallen. Da gab es Absprachen, an die sich beide Seiten – Vorgesetzte und Mitarbeitende - halten mussten, und dann haben wir es hier sehr gut miteinander. Es war nie langweilig!“ fasst Wolfgang Meyer seine 34 Jahre bei der Gemeinde zusammen.
Und die war nicht gleich die erste Station seiner beruflichen Laufbahn.
Nach der Lehre zum Heizungsmonteur kam die Bundeswehr, dort wurde er zum Fahrlehrer für alle Klassen inklusive Panzer ausgebildet.
Und er bleibt auch in der Rente weiter bei der Fahrschule Andreas Holz tätig. „Ich war selber kein guter Fahrschüler! Ich bin zweimal durchgefallen – das erzähle ich auch allen meinen Fahrschülerinnen und Fahrschülern. Es gibt Schlimmeres – alles Übungssache!“.
1992 hat er dann seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Gemeinde Schlangen begonnen, die ein Jahr später in eine Einstellung im Bereich Ordnungsamt als Vollzugsbeamter mündete.
Als Wolfgang Meyer 1995 dann der komplette Bereich der IT übertragen werden sollte, hat er sofort gesagt. „Mach ich!“, um sich dann der Herausforderung zu stellen. Es folgten Lehrgänge, Fortbildungen, und aus dem interessierten Laien wurde ein versierter Fachmann, der zum Beispiel die frühe Homepage der Gemeinde vor knapp 30 Jahren weiterentwickelt hat. Damit war Schlangen damals ganz weit vorne! Er hat nächtelang zu Hause getüftelt, viele Nächte auch in der Verwaltung verbracht, um Updates aufzuspielen. Eine extra-lange Schicht dauerte mal 27 Stunden!
Bei der rasanten Entwicklung im Bereich Technik war er immer auf Ballhöhe, hat sich so schnell nichts vormachen lassen. Wenn Wartungsverträge, die Zusammenarbeit oder Garantien nicht sauber liefen, konnte Wolfgang Meyer schon mal hartnäckig und unbequem sein. Ungerechtigkeiten konnte und kann er nicht leiden. Darum hat er auch schon mal im Ministerium angerufen.
Sein besonderes Interesse gilt der grafischen Gestaltung. Auch da hat er sich hineingefuchst, weitergebildet und zum gelungenen optischen Auftritt der Gemeinde bei so manchem Flyer und Plakat beigetragen.
Die Donnerstagskuchen seiner Frau Billa wird der Fachbereich „Bildung und Organisation“ auch vermissen.
Noch mehr aber seine ruhige, so geduldige und hilfsbereite Art, mit der Wolfgang Meyer die ganze Verwaltung immer wieder mit seinem Computerwissen unterstützt hat.