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Archivarbeiten im Schlänger Rathauskeller

17.08.2026

Mit Mundschutz und Gummihandschuhen in den 200 Jahre alten Rathauskeller - diese Archivarbeit wird ab und zu mit spannenden Funden belohnt

Die Gemeindeverwaltung Schlangen hat die Pflicht, Unterlagen und Dokumente für eine gesetzlich festgelegte Dauer zu archivieren und aufzubewahren. Das geschieht zum Teil in den Kellerräumen des Rathauses.
Wenn diese Fristen abgelaufen sind, kontrollieren Archivarinnen vom Kreis Lippe, ob die Unterlagen von historischem Interesse sind oder vernichtet werden können. Diese Besuche finden meistens zweimal im Jahr statt.
In der vergangenen Woche war einer dieser Termine im -zwar staubigen, aber dafür angenehm kühlen- Rathauskeller. Frau Dr. Sarah Masiak und ihr Team haben die entsprechenden Unterlagen unter die Lupe genommen.
Dabei kamen einige historisch interessante Dokumente zum Vorschein. Mehr zu diesem Fund von der Leiterin des Kreisarchivs:

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„Diese Unterlagen sind für die Geschichtsforschung und Genealogen von hohem Wert. Gleich wie durch ein Schlüsselloch kann man mithilfe dieser Akten in einen bestimmten Geschichtspart hineinschauen: Sie geben Auskunft über das Ausmaß von Flucht, Zwangsvertreibung und Verlust im nationalsozialistischen Regime. Mittels dieser Akten können Fluchtwege, Herkunftsorte und familiäre Bindungen rekonstruiert werden. Gleichzeitig zeugen sie von den sozial-wirtschaftlichen Neuordnungs- und Integrationsversuche im Nachkriegsdeutschland. Jede einzelne Akte belegen Einzelschicksale von Menschen, die selbst nie gedacht hätten, dass man später einmal über sie berichten wird. Nun sind Forschende herzlich eingeladen, nach Berücksichtigung der archivgesetzlichen Fristen, diesen Menschen eine Stimme zu geben.“

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