Besuch bei Freunden - Fahrt ins polnische Stezyca
27.07.2026
Freundschaften vertiefen, neue Kontakte knüpfen, miteinander reden, voneinander lernen. All das war Programm beim Besuch der polnischen Partnerstadt.
Eine kleine Delegation mit sechs Personen aus der Politik, Dolmetschern und Feuerwehr machten sich in zwei Feuerwehrbullis am frühen 18. Juni auf den Weg in Richtung Stezyca. Da es seit Langem eine enge Freundschaft zwischen den beiden Wehren gibt, freuten sich auch Ralf Heuwinkel als Leiter der Schlänger Feuerwehr und sein Vertreter Dirk Krieger auf den Besuch.
„Es ist immer wieder ein Besuch bei guten Freunden.“, so Heuwinkel.
In einem weiteren Fahrzeug waren auch der ehemalige Schlänger Bürgermeister Ulli Knorr mit seiner Frau Dagmar nach Stezyca gereist. Knorr hatte die Städtepartnerschaft mit Stezyca im Jahr 2011 mit ins Leben gerufen und damals offiziell unterzeichnet. Er unterstreicht die Wichtigkeit des Besuchs: "Ein gemeinsames Europa, jenseits von Nationalismus, gilt es täglich neu zu gestalten."
Nach der rund 850 Kilometer langen Reise in den polnischen Nordosten gab es einen nachmittäglichen Spaziergang durch den Ortsteil Szymbark und ein gemeinsames Abendessen in historischem Ambiente. Schon dort konnten Erfahrungen ausgetauscht und neue Bekanntschaften gemacht werden.
Besonders Andrzej Mlynski, einer der „Väter“ der Städtepartnerschaft, war wieder mal eine große Unterstützung während des Aufenthalts, der von ihm perfekt mit organisiert und mit vielen Highlights gespickt war.
Am kommenden Tag wurde Stezyca besichtigt, unter anderem die Promenade und die Bücherei. Diese bietet Platz für Jung und Alt, hat ein Kino, einen Theaterraum und Platz für Seniorenkaffee und wird als „dritter Ort“ genutzt. Im Anschluss an den folgenden Rathausbesuch präsentierten Kinderchöre Lieder und Volkstänze im dahinter liegenden Amphitheater.
Mehr polnische Kultur und Geschichte gab es im "Wybicki"- Herrenhaus, das zu einem Heimatmuseum umgestaltet worden ist. „Interessant und bewegend sind die vielen Parallelen. Schon bei einigen Tänzen fühlten wir uns stark an deutsche Kultur erinnert. Auch einige Volkslieder wurden auf Deutsch gesungen.“, fasst Schlangens Bürgermeister Marcus Püster seine Eindrücke zusammen. Im Anschluss folgte eine Kutschfahrt zu einem Aussichtsturm mit herrlichem Panorama.
Das Abendessen bot wieder viel Gelegenheit für Austausch und zum Kennenlernen.
Am Samstag ging es erst in ein kaschubisches Keramikmuseum mit Werkstatt, danach in die Hafenstadt Puck mit ihren wunderschönen ausgedehnten Sandstränden und ihrer besonderen historische Bedeutung.. Beim letzten gemeinsamen Abendessen wurden neu gemachte Bekanntschaften vertieft und Erfahrungen ausgetauscht.
„Was in der großen Politik zwar gewünscht ist, aber oft nicht gut funktioniert – das klappt hier im Kleinen zwischen den Menschen ganz ausgezeichnet. Ein Austausch, Kommunikation zwischen den Menschen und Völkern. Es tut uns allen gut, Einblicke in die jeweils andere Kultur – aber auch den Alltag zu bekommen. Für die interessante und auch fröhliche Zeit miteinander sind wir unseren polnischen Gastgebern sehr dankbar.“, so Marcus Püster.“ Ich kann nur allen empfehlen, unsere Partnerstadt in der kaschubischen Schweiz zu besuchen. Strände und Landschaft sind wirklich wunderschön und die Gastfreundschaft ist einfach großartig!“.