Historisches Kindermusical bei den Schlänger Ferienspielen
21.07.2025
Hermännchen und der rote Hahn(oder: die rote Henne) Die Beleuchtung wird runtergedimmt, die Temperatur und die Nervosität der Musicalkinder steigen und steigen...
In den Sommerferien an einem Freitagnachmittag im Schlänger Bürgerhaus ist Premierenstimmung für das selbstgestaltete Musical „Hermännchen und der rote Hahn bzw die rote Henne“.
„Das hat mittlerweile schon Tradition in Schlangen, dass wir in den Ferienspielen ein historisches Thema aufgreifen und die Kinder das dann umsetzen. Hier haben wir mal Raum und Zeit, uns einem komplexen Thema zu widmen und so Geschichte für Kinder erlebbar zu machen.“, so Achim Woite von der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Schlangen.
Es waren intensive vier Tage, die die neun Kinder mit der Theaterpädagogin Awelina Lintermanns Theater+Krimi+ Musical gestaltet haben. Und außerdem noch ein Publikumsquiz, bei dem Hermännchentaler zu gewinnen waren (1 Taler =eine Kugel Eis bei Molin) .
Das Thema, der verheerende Brand in Schlangen im Jahre 1904, war vorgegeben, den Rest haben die Kinder gemeinsam erarbeitet und in einem über eine Stunde dauernden Musical grandios umgesetzt.
Da wurden historische Fakten im Quiz abgefragt und geschichtliche Recherchen nachts im Dorfmuseum mit einem coolen Taschenlampentanz gemacht. Blöd, dass der Museumschef die Kinder erwischt und sie zum Putzen und Aufräumen verdonnert…
“Die Kreativität der Kinder locken und fördern – das macht mir am meisten Freude!“ sagt Awelina Lintermanns, Theaterpädagogin. „Das war hier in Schlangen gar kein Thema! Ich musste die Kinder viel mehr bremsen als motivieren, sie waren mit voller Begeisterung dabei. Einen Teil vom selbstgeschriebenen Text musste ich kürzen – das wäre sonst einfach zu lang geworden.“, ergänzt sie. Sie war nach der Vorstellung sichtbar stolz auf „ihre“ Kinder – es gab ja auch eine Menge auf die Bühne zu bringen: Rollen- und Kostümwechsel, Bühnenbild umbauen und die Mikros immer in der richtigen Hand haben – ganz schön komplex.
Dass der rote Hahn sich dann als rote Henne mit feuerrotem Kopf und einer schönen langen Feder entpuppte – auch das war die Idee der Kinder. Die Henne schmetterte dann auch ein begeistertes „Kikeriki!“ in den Abschlusssong.
Am Ende gab es „standing ovations“ auch und ganz besonders für die Band! „Eine Liveband und Sängerin bei einem Kindermusical ist natürlich ein großes Glück. Das macht eine besondere Atmosphäre und wertet unser gemeinsames Projekt nochmal mächtig auf!“ freut sich Achim Woite über den super gelungenen Auftritt. Das Hermännchenlied am Ende hat auch der Hermännchen-Papa und- Zeichner Mark Schäferjohann aus voller Überzeugung mitgesungen – so wie das begeisterte Musicalpublikum.