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Teiloffene Arbeit in der Kita "Alte Rothe" - Erfahrungen nach rund drei Monaten

04.04.2024

Anfang des Jahres hat das Erziehrinnenteam seine pädagogische Arbeit erweitert - eine Stunde täglich wird "teiloffen" gespielt und betreut. Mit spannenden Auswirkungen auf Kinder und Erzieherinnen

„Teiloffene Arbeit“ in der KiTa Alte Rothe in Schlangen - Erfahrungen nach 3 Monaten

Zum Jahresbeginn hat das Team der Kita „Alte Rothe“ in Schlangen um Leiterin Elke Fritsche seine pädagogische Arbeit erweitert.
Die bekannte und vertraute Form der Gruppenarbeit (Marienkäfer, Igel, Wichtel und Spatzen) wurde um die „teiloffene Arbeit“ von 10 bis 11 Uhr erweitert.
„Die Eltern waren am Anfang erstmal etwas skeptisch,“ schildert Elke Fritsche:“ Ich habe dafür natürlich Verständnis. Oft schafft Neues auch Unsicherheit. Und weil geborgen und gut aufgehoben sein in unserer Kita ein wichtiger Baustein ist, hatten einige Eltern Bedenken, dass Ihre Kinder mit der teiloffenen Arbeit nicht zurechtkommen würden. Aber schon nach der ersten ausführlichen Info-Veranstaltung hatten sich die meisten Sorgen erledigt“.
Elke Fritsche ist überzeugt, dass die Kinder davon profitieren, ihren Tag und ihre Entwicklung aktiv mit gestalten zu können.

Tafel, auf der die Kinder ihr Foto ( hier retouchiert) den ausgesuchten Aktivitäten zuordnen können
Tafel, auf der die Kinder ihr Foto ( hier retouchiert) den ausgesuchten Aktivitäten zuordnen können

Die vertrauten Gruppen bleiben für die Kinder als Start in den Tag erhalten – gemeinsame Rituale und das Frühstück geben eine Basis für den weiteren Tag. „Ab 10 Uhr öffnen wir die Türen der einzelnen Gruppen für die teiloffenen Arbeit. Themenbereiche zum Bauen, Verkleiden, kreativen Gestalten und Experimentieren machen den Kindern Angebote, die sie nutzen können, aber natürlich nicht müssen.“, erläutert Elke Fritsche das Prinzip.

Experimentierbereich
Experimentierbereich
Bauen und konstruieren
Bauen und konstruieren
Kreativbereich mit Werkbank
Kreativbereich mit Werkbank
 

Die verschiedenen Räume sind einladend gestaltet, die Kinder wählen das Angebot und ihre Bezugsperson selber aus und bleiben für eine Stunde im ausgesuchten Bereich. „Auch das kann schon eine gute Übung und Erfahrung für die Kinder sein: Eine einmal getroffene Entscheidung auch „durchzuziehen“ – wenn das eigentlich ausgesuchte Spiel doch nicht so spannend ist, machen wir andere Angebote im selben Bereich.“
Damit die Kinder weiter vielfältig gefördert und gefordert werden, tauschen sich die Erzieherinnen regelmäßig über die Entwicklung aus und lenken die Interessen in Bereiche, die den Kinder guttun. Die zum Beispiel ihre Motorik fördern oder das Miteinander.

Fuhrpark
Fuhrpark

Die Bedenken der Eltern, dass die Kinder planlos durcheinanderlaufen und niemand genau weiß, wer sich wo befindet, werden mit einer Tafel zerstreut: in jeder Gruppe hängt eine solche Info-Tafel, auf der die Angebote und die jeweiligen Erzieherinnen stehen. Kinder können dann ihr Foto in den ausgesuchten Bereich hängen – und alle wissen Bescheid.

Eingang mit Kindern
Eingang mit Kindern

                     
„Ich nehme nach rund drei Monaten mit der teiloffenen Arbeit eine rundum positive Entwicklung wahr“, fasst Einrichtungsleiterin Elke Fritsche zusammen, „Die Kinder nehmen das Angebot gerne an und freuen sich, dass sie selbst entscheiden dürfen und mehr Raum – im wahrsten Sinne des Wortes – für Ihr Wünsche und Bedürfnisse ist. Aus mehreren kleinen Türmen wird in der Bauecke ein riesengroßer, auf der Bühne entstehen gemeinsame Theaterstücke, und der Tante Emmaladen läuft gut. Das sind gemeinsame Aktivitäten der Kinder aus unterschiedlichen Gruppen, die durch die teiloffene Arbeit möglich geworden sind.“
Die Kinder haben einander viel zu erzählen, weil sie unterschiedliche Dinge erleben und können ihre Kommunikation und ihr Sozialverhalten ausbauen und sich gegenseitig so für Neues begeistern.
Auch die Erzieherinnen profitieren von dieser neuen Art des Miteinander – Sie sind für weniger Kinder verantwortlich, können sich mit diesen darum intensiver beschäftigen, insgesamt ist der Geräuschpegel gesunken.

Gummistiefelturm mit Schubladen

Für die Zukunft der Kita „Alte Rothe“ hat Elke Fritsche Pläne, aber will nichts überstürzen: „Ich würde die teiloffene Arbeit gerne noch auf den Mittagsbereich ausdehnen und irgendwann mal erweitern. Aber erstmal kommen im Sommer 20 neue Kinder – und die brauchen ihre Zeit, bis sie bei uns richtig angekommen sind. Und dass es ihnen gut geht – das steht für uns an allererster Stelle!“.
Und eine weitere schöne Bestätigung der pädagogischen Arbeit hat das Team um Elke Fritsche jetzt wieder schwarz auf weiß: als Familienzentrum ist die “Alte Rothe“ wieder zertifiziert worden – Herzlichen Glückwunsch!

Tafel Familienzentrum
Tafel Familienzentrum