Fußverkehrs-Check NRW: Ergebnisse im Ausschuss vorgestellt
09.03.2026
Abschlussbericht und Ergebnispräsentation stehen auf der Website der Gemeinde Schlangen zum Download bereit. 34 Maßnahmenvorschläge für den Ortskern.
Die Ergebnisse des Fußverkehrs-Checks NRW 2025 für die Gemeinde Schlangen wurden nun im Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Mobilität vorgestellt. Das begleitende Planungsbüro VIA präsentierte dabei die wichtigsten Erkenntnisse aus den beiden Begehungen, dem Maßnahmen-Workshop sowie den zahlreichen Hinweisen aus der Bürgerschaft.
Im Rahmen des landesweiten Projekts hatten Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik sowie Fachleute gemeinsam die Fußwege im Ortskern untersucht. Dabei wurden Stärken und Schwächen identifiziert und konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Sicherheit, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität entwickelt.
Der vollständige Abschlussbericht sowie die Ergebnispräsentation stehen ab sofort auf der Website der Gemeinde Schlangen als Download zur Verfügung und wurden auch den politischen Gremien zur weiteren Beratung bereitgestellt. Sie bilden eine wichtige Grundlage für zukünftige Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs.
„Der Fußverkehr ist die Grundlage jeder Mobilität. Wer zu Fuß unterwegs ist – ob zur Schule, zum Einkaufen oder zur Bushaltestelle – braucht sichere und gut gestaltete Wege. Der Fußverkehrs-Check hat uns viele wertvolle Hinweise gegeben, wo wir in Schlangen weiter ansetzen können“, betont Bürgermeister Marcus Püster.
Auch Mobilitätsmanager Henning Schwarze sieht in dem Prozess einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung der Gemeinde: „Besonders wertvoll waren die vielen Hinweise aus der Bürgerschaft. Kinder, ältere Menschen und mobilitätseingeschränkte Personen haben ihre Alltagserfahrungen eingebracht. Diese Perspektiven helfen uns sehr dabei, Schlangen Schritt für Schritt fußgängerfreundlicher und barrierefreier zu gestalten.“
Konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit und Barrierefreiheit
Der Abschlussbericht zeigt, dass für das untersuchte Gebiet im Kernort insgesamt 34 Maßnahmenempfehlungen entwickelt wurden. Diese reichen von kurzfristig umsetzbaren Verbesserungen – etwa Bordsteinabsenkungen, Markierungen oder punktuellen Oberflächenverbesserungen – bis hin zu mittel- und langfristigen Umgestaltungen von Straßenräumen und Kreuzungen.
Die Ergebnisse sind in sogenannten Maßnahmensteckbriefen aufbereitet. Diese erläutern die einzelnen Themen anschaulich und ordnen sie drei zentralen Handlungsfeldern zu: Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität. Dazu gehören beispielsweise neue Querungshilfen und Zebrastreifen, ausreichend breite Gehwege, barrierefreie Bordsteine, Sitzgelegenheiten oder eine attraktivere Gestaltung von Wegen und Plätzen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Schulwegsicherheit und der Förderung der eigenständigen Mobilität von Kindern. Auch sichere Querungsmöglichkeiten an wichtigen Straßen sowie eine stärkere Verkehrsberuhigung im Ortskern spielen eine zentrale Rolle. Im Maßnahmenworkshop wurden insbesondere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Ortsmitte, zur Verbesserung der Situation an der Rosenstraße, zur Aufwertung des Querwegs sowie zur Einrichtung gesicherter Querungen – etwa an der Paderborner Straße – als besonders relevant bewertet.
Alle Maßnahmen sind im Bericht mit Karten, Fotos, ersten Kostenschätzungen und möglichen Umsetzungszeiträumen hinterlegt und bieten damit eine fundierte Grundlage für die weitere Planung und politische Beratung in der Gemeinde.
Dank an Projektpartner und Beteiligte
Die Gemeinde Schlangen dankt dem Planungsbüro VIA für die fachliche Begleitung des Prozesses sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich an den Begehungen und am Maßnahmen-Workshop beteiligt haben. Ein besonderer Dank gilt zudem dem Zukunftsnetz Mobilität NRW sowie dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, die das Projekt ermöglichen und fördern.
Mit dem Abschlussbericht endet der offizielle Prozess des Fußverkehrs-Checks – für die Gemeinde beginnt damit jedoch die eigentliche Arbeit: Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen nun geprüft, priorisiert und schrittweise umgesetzt werden, um den Fußverkehr in Schlangen langfristig sicherer, komfortabler und barrierefreier zu machen.