Igelburgen für Schlangen
12.11.2025
Die Gemeinde beteiligt sich am Kreisprojekt zum Schutz des Igels und schafft sichere Winterquartiere in der Naturpark-Kommune.
Die Gemeinde Schlangen beteiligt sich an einer Igelschutzaktion des Kreises Lippe. Ziel der Aktion ist es, dem Igel – dem Wildtier des Jahres 2024 – Rückzugsorte für den Winter zu bieten und auf seine bedrohte Situation aufmerksam zu machen. Der Bauhof der Gemeinde hat dafür an mehreren Standorten in der Naturparkkommune sogenannte Igelburgen errichtet.
Schutz für ein wichtiges Wildtier
Der Europäische Igel steht inzwischen auf der Roten Liste und gilt als „potenziell gefährdet“. Aufgeräumte Gärten, dichte Zäune, Pestizide und der Straßenverkehr nehmen ihm zunehmend Lebensraum. Als nachtaktiver Insektenfresser spielt der Igel jedoch eine wichtige Rolle im Ökosystem und hilft ganz nebenbei, Schädlinge wie Schnecken in Schach zu halten.
Igelburgen aus natürlichen Materialien
Die Igelburgen bestehen aus einer stabilen Anordnung von Holzstücken, die mit Laub, Ästen und Einstreu gefüllt werden. Sie dienen den Tieren als geschützte Winterquartiere. Die Gemeinde hat mit Holz aus Schnittarbeiten des Bauhofs mehrere solcher Unterschlüpfe an ruhigen, naturnahen Orten im besiedelten Bereich der Gemeinde aufgebaut.
Mitmachen erwünscht
Auch Privatpersonen können mithelfen, die Lebensbedingungen der Igel zu verbessern. Schon kleine Maßnahmen helfen: im Garten „wilde Ecken“ zulassen, Laubhaufen liegen lassen, auf Pestizide verzichten oder ein sogenanntes Igeltor im Gartenzaun anlegen. Wer möchte, kann mit einfachen Mitteln selbst eine Igelburg bauen – eine Bauanleitung stellt der Kreis Lippe zur Verfügung.
Gemeinsam für den Igelschutz
„Wir möchten ein Zeichen für den Schutz heimischer Tierarten setzen und zugleich zeigen, dass Naturschutz direkt vor der Haustür beginnt“, so Bürgermeister Marcus Püster.
Informationen und eine Anleitung zum Bau von Igelburgen gibt es auf der Internetseite des Kreis Lippe.