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Städtebauliches Entwicklungskonzept soll Transformation anstoßen

23.02.2026

Ziel des ISEK ist es, die Ortsmitte Schritt für Schritt zukunftsfähig zu entwickeln. Attraktiv, klimafest, alltagstauglich und gut erreichbar für alle Menschen.

In sogenannten Planungswerkstätten – wie hier im Mai 2024 – können sich die Bürgerinnen und Bürger, die Politik, Gewerbetreibende etc. in den Prozess einbringen
In sogenannten Planungswerkstätten – wie hier im Mai 2024 – können sich die Bürgerinnen und Bürger, die Politik, Gewerbetreibende etc. in den Prozess einbringen

Mit dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) will die Gemeindeverwaltung eine richtungsweisende Weiterentwicklung der Ortsmitte Schlangen anstoßen. 

Warum die Ortsmitte jetzt im Fokus steht

Schlangen steht – wie viele Kommunen – vor tiefgreifenden Veränderungen: demografischer Wandel, verändertes Einkaufs- und Mobilitätsverhalten, Klimafolgen sowie wachsende Anforderungen an Aufenthaltsqualität und Daseinsvorsorge. Gerade deshalb kommt dem Ortskern eine besondere Bedeutung zu. Hier bündeln sich Versorgung, Einzelhandel, Dienstleistungen, medizinische Angebote, Gastronomie, Schulen, Sport und Kultur. Die Ortsmitte ist Identitätsstifter und zugleich Funktionszentrum für die gesamte Gemeinde.

Was das ISEK leisten soll

Das ISEK befindet sich derzeit in der finalen Erarbeitung und soll als integrierter Fahrplan dienen, um die zentralen Handlungsfelder der Ortskernentwicklung strategisch zu bündeln: Erhalt und Stärkung von Einzelhandel und Versorgung, soziale Teilhabe, Klimafolgenanpassung sowie eine Steigerung von Aufenthaltsqualität und Attraktivität. Damit werden notwendige Sanierungen und Umgestaltungen nicht als Einzelmaßnahmen betrachtet, sondern als zusammenhängender Entwicklungsprozess – mit klarer Priorisierung und einer schrittweisen Umsetzung.

Datenbasiert und gemeinsam: So wurde vorbereitet

Wichtig ist der Gemeinde dabei ein Vorgehen „nicht drauflos, sondern datenbasiert und gemeinsam“. In den vergangenen Jahren wurde dafür gezielt in Grundlagenarbeit investiert. Mehrere Bausteine greifen wie Zahnräder ineinander und fließen in das ISEK ein: die kommunale Nachhaltigkeitsstrategie, das integrierte Klimaschutzkonzept, ein konzeptionelles Mobilitätskonzept zur Anbindung der Ortsteile an den Ortskern, das Einzelhandels- und Zentrenkonzept, der Fußverkehrs-Check NRW, ein Parkraumkonzept (in Bearbeitung) sowie temporäre Erprobungen wie das Stadtexperiment Stadt-Terrassen. So entsteht eine belastbare Grundlage, damit Maßnahmen passgenau sind, Wirkung entfalten und von vielen getragen werden.

Kernbausteine der Ortskern-Transformation

Inhaltlich konzentriert sich das ISEK auf mehrere zentrale Entwicklungsbausteine. Dazu gehört eine mögliche grüne, sichere und attraktive Verbindung zwischen Schul- und Sportzentrum und Ortsmitte, unter anderem mit Blick auf die Rosenstraße. Auch der innere Ortskern soll weiterentwickelt werden, um Defizite bei Verkehrsflächen und Verkehrssicherheit zu beheben und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Pastorenwiese als „grüne Oase“ und Resilienzraum – wichtig für Mikroklima, Naherholung und Starkregenvorsorge.

Geplanter Dritter Ort als Impuls für Teilhabe und Belebung

Ein zusätzliches Schlüsselelement ist ein „Dritte Ort“. Dieser kann als niedrigschwelliger Treffpunkt außerhalb von Zuhause, Arbeit oder Schule soziale Teilhabe und Miteinander stärken und zugleich zusätzliche Frequenz in die Ortsmitte bringen.

Auch ergänzende kommunale Förderprogramme und Fonds sind vorgesehen, um private Investitionen und Aufwertungen innerhalb der ISEK Kulisse anzustoßen, Eigentümer zu beraten und punktuelle Impulse zur Stärkung des Ortszentrums zu ermöglichen. Dazu können etwa Förderung für energetische Sanierung oder Dach- und Fassadenbegrünung gehören.

Politische Impulse im Gesamtrahmen

Die Leitbilder, Handlungsfelder und Maßnahmen wurden und werden partizipativ weiterentwickelt – mit Beteiligung von Politik und Stadtgesellschaft. Das ISEK greift dabei auch politische Impulse und Anträge außerhalb des ISEK auf und ordnet sie in einen umsetzbaren Gesamtrahmen ein, etwa zu Schwammstadt und Klimafolgenanpassung, Hitzevorsorge, Inklusion und Barrierefreiheit, Schulwegsicherheit oder belebenden Innenstadtformaten.

Nächster Schritt im politischen Verfahren

Im nächsten Schritt im politischen Verfahren sollen die vorgesehenen Maßnahmen zur weiteren Qualifizierung und Ausarbeitung auf den Weg gebracht werden. Dabei gilt ausdrücklich: Mit diesem Schritt wird noch kein abschließender Maßnahmen- oder Baubeschluss gefasst. Vielmehr wird der Prozess fortgesetzt, die Planung vertieft und weiterhin eng politisch begleitet – mit weiteren Abstimmungen, Planungsworkshops und Beteiligungsformaten.

Zugang zur Städtebauförderung als wichtiger Hebel

Ein wichtiger Aspekt: Ein ISEK eröffnet grundsätzlich den Zugang zur Städtebauförderung. Das ist ein zentraler Hebel, um integrierte Ortskernentwicklung finanziell tragfähig umzusetzen. Abhängig von Programm und Richtlinien können insbesondere finanzschwächere Kommunen oder Kommunen in Haushaltssicherung von höheren Förderquoten profitieren.