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Aus der Geschichte der Gemeinde Schlangen

Archäologische Funde belegen, dass bereits in der Mittleren Steinzeit (ca. 8000 - 4.500 v. Chr.) auch im Raum Schlangen Jäger und Sammler gelebt haben.

Während der nachfolgenden Jungsteinzeit (ca. 4.500 - 1.700 v. Chr.) vollzog sich ein tiefgreifender Wandel: Ackerbau und Viehzucht bestimmten nunmehr den menschlichen Alltag. Bis auf wenige Fundstücke hinterließ diese Epoche hier jedoch keine bislang nachweisbaren Spuren. Gleiches gilt für die Fundsituation bezüglich der anschließenden Bronzezeit (ca. 1.700 - 700 v. Chr.). Aus deren älterer Phase stammen allerdings zahlreiche Grabhügel und Grabhügelgruppen in Senne und Teutoburger Wald. Ebenfalls gering sind die Hinterlassenschaften der Menschen, die während der Vorrömischen Eisenzeit (ca. 700 v. Chr. - Christi Geburt) und der Römischen Kaiserzeit (Christi Geburt - 750) im Gebiet der heutigen Gemeinde Schlangen, siedelten. Um 850 taucht erstmalig Oesterholz als Astonholteiemarki in der Corveyer Überlieferung auf. Mit einem dort auch erwähnten Lengi könnte Schlangen gemeint sein, sicher ist das aber nicht. Eine zwischen 1015 und 1036 ausgestellte Urkunde nennt die Dörfer Lanchel, Colstidi und Astanholte - Schlangen, Kohlstädt und Oesterholz - erstmals gemeinsam. Das höhere Alter Schlangens bezeugen indes Fundamente eines Gotteshauses  aus dem 9. oder 10. Jahrhundert, die Archäologen 1969 bei Grabungen in der heutigen evangelisch-reformierten Kirche entdeckt haben. Die Geschichte Haustenbecks, das 1939 der Truppenübungsplatzerweiterung weichen musste und dessen Reste 1957 Oesterholz angegliedert wurden, begann 1659 als Gründung des Grafen Hermann Adolph zur Lippe. 

Erhebliche Verwüstungen richtete in der Region der Dreißigjährige Krieg (1618 - 1648) an, und auch im Siebenjährigen Krieg (1756 - 1763) waren die Schäden groß. Am 2. Mai 1678 hatte zudem ein Großfeuer Schlangen heimgesucht und große Teile des Dorfes in Schutt und Asche gelegt. Bei einer weiteren Brandkatastrophe am 18. August 1904 vernichteten die Flammen 80 Gebäude. Die Entwicklung Schlangens wurde im 20. Jahrhundert unter anderem besonders geprägt durch den Wiederaufbau 1904/05, die Ausweitung des Truppenübungsplatzes Senne sowie einen bemerkenswerten Bevölkerungszuzug und eine rege Bautätigkeit in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

1970 erfolgte im Rahmen der kommunalen Neuordnung der Zusammenschluss der bis dahin verwaltungsrechtlich weitgehend selbstständigen Dörfer Schlangen, Kohlstädt und Oesterholz-Haustenbeck zur Gemeinde Schlangen. Partnerschaften bestehen mit der finnischen Stadt Viitasaari (seit 1999) und der in Kaschubien gelegenen, polnischen Gemeinde Stezyca (seit 2011).


Ortsteil Kohlstädt

Wie Schlangen und auch Oesterholz-Haustenbeck war Kohlstädt früher vor allem landwirtschaftlich geprägt. Eine große Rolle spielten dort aber auch die teilweise bereits für das Mittelalter nachweisbaren waldgebundenen Gewerbe, zu denen etwa die Köhlerei, das Kalkbrennen und die Glasherstellung gehörte. Das älteste Bauwerk des Ortes ist die Ruine einer vermutlich nach 1124 entstandenen Burg, deren Errichtung den Grafen von Schwalenberg zugeschrieben wird. Die bereits im 14. Jahrhundert wieder aufgegebene Anlage diente dem Schutz der Passstraße, die an der Strothe entlang über die Kleine Egge führte.


Ortsteil Oesterholz-Haustenbeck

Als Keimzelle von Oesterholz gilt der Bereich des ehemaligen Jagdschlosses, dessen bauliche Reste teilweise noch erhalten sind. Schon im Frühmittelalter existierte in unmittelbarer Nähe eine wohl recht bedeutende Handwerkersiedlung, zu der vermutlich auch der zwischen 1598 und 1609 zur landesherrlichen Domäne erweiterte Meierhof gehörte. Den Ausbau hatte Graf Simon VI. veranlasst. Da der lippische Landesherr die Lage am Rand der wildreichen Senne schätzte, ließ er dort außerdem ein Jagdhaus errichten, für das sich mit der Zeit die Bezeichnung Schloss einbürgerte. Eine weitere alte Siedlungsstätte war das Areal um den späteren Gutshof Haus Girke.

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